Preisträger 2015

Kategorie "SCHULEN"

Hauptschule Rohrbach (3a)

HS Rohrbach (Foto: Land OÖ/Liedl)Die gesamte Hauptschule Rohrbach stellte das Schuljahr 2014/2015 unter das Schwerpunktthema „Wertschätzung und Respekt“. Die 3a hat gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Sabine Lindorfer unter anderem folgende Aktivitäten umgesetzt. Eine Präsentation zum Thema „25 Jahre Kinderrechte“ vor allen Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften der Schule. Eine Onlineumfrage „Kinderrechte in unserer Schule“ wurden beide dritten Klassen zur Situation der Kinderrechte befragt. Dieser Fragebogen beinhaltet 20 Fragen und wurde im Informatikunterricht erstellt und ausgewertet. Gedichte zum Thema „gestern – heute – morgen“ sowie ABC-Geschichten wurden verfasst. Bewegend ist die authentische Umsetzung der mit Playmobilfiguren fächerübergreifend gestalteten sechs Trickfilme. Die Schüler/innen haben eigenverantwortlich und in Kleingruppen die Drehbücher geschrieben und die Kulissen dazu gestaltet.

 

Neue Mittelschule 27 - Bertha von Suttner Schule

NMS 27 (Foto Land OÖ/Liedl)Die Schülerinnen und Schüler haben sich das ganze Schuljahr mit dem Thema „Kinderrechte“ früher und heute auseinander gesetzt. Im Deutschunterricht wurde das Thema mit Studentinnen und Studenten der Pädagogischen Hochschule OÖ und der Universität Budweis erarbeitet und in Bildnerischer Erziehung und Kreativem Gestalten wurden dann zahlreiche Werke angefertigt, wie etwa zwei Bücher aus Holz - „Kinderrechte früher und heute“, eine Weltkugel - „Kinder sind die Zukunft dieser Welt“, Papierhände mit Sprüchen zum Verteilen, eine Kerze aus Papierrollen mit Kinderrechten, einen Lebensbaum als Zeichen für die Rechte, die wachsen und blühen und nie vergehen, Friedenstauben - „Ein Herz für Kinder sollen alle haben“ oder 7 Zwerge aus Holz - „Märchen werden wahr“. Die Schüler/innen verfassten und vertonten einen Rap, malten mit Straßenkreiden vor der Schule ein Bild zum Thema „25 Jahre Kinderrechte“. Ein beeindruckender Papierbaum aus 1000 Kranichen steht in der Schule, gebastelt in Anlehnung an eine japanische Geschichte. Im selbstentworfenen Kinderrechte T-Shirt nahmen die Schüler/innen den Preis entgegen.

Kategorie "Institutionen/Einzelpersonen"

Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft der Stadt Linz (GWG)

GWG Linz (Foto Land OÖ/Liedl)Die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft der Stadt Linz (GWG) verwaltet fast 19.000 Wohneinheiten. Mit der neuen kinderfreundlichen Hausordnung nimmt die GWG eine Vorrangstellung in Österreich ein. Ein kinder- und familienfreundliches Wohnumfeld bedarf nicht nur einer Infrastruktur, wie etwa Spielplätze und Freiräume, sondern benötigt auch ein Regelwerk, das den Kindern klare Rechte einräumt. Eine „Kinderfreundliche Hausordnung“ als Ergänzung zur Hausordnung zum gegenseitigen Verständnis zwischen den Generationen wurde diskutiert. Ausgangspunkt war eine Diskussion zwischen ruhebedürftigen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Eltern mit Kindern in einer GWG-Wohnanlage in Urfahr. Ziel ist es, mit dieser zusätzlichen „Hausordnung“ ein Gespür für die unterschiedlichen Interessen von mehreren Generationen zu entwickeln. Zum einen sollen Kinder lernen, Rücksicht auf das Ruhebedürfnis von Mitbewohner/innen zu nehmen, zum anderen braucht es aber auch Verständnis der Mieter/innen dafür, dass Kinder im Rahmen ihrer Entwicklung spielen und sich dem Alter entsprechend bewegen wollen. Seit November 2014 hängt in allen GWG Häusern die kinderfreundliche Hausordnung. Diese wurde zusätzlich im GWG-Kundenmagazin veröffentlicht.

Kinderfreundliche Hausordnung

Landesverband der Gehörlosenvereine OÖ

 

LV Gehörlosenvereine (Foto Land OÖ/Liedl)Der Landesverband der Gehörlosenvereine in OÖ veranstaltet jedes Jahr zu Beginn der Sommerferien ein einwöchiges Camp für 8 bis 12-jährige Kinder mit Hörbeeinträchtigung. Ziel ist die Stärkung des Selbstvertrauens und die Förderung der Entwicklung der eigenen Identität. Da diese Kinder oft in Integrationsklassen in verschiedenen Schulen in OÖ untergebracht sind, sind sie im Alltag häufig isoliert. Im Camp wird ihnen einerseits der Kontakt mit Gleichaltrigen ermöglicht und andererseits erlernen sie durch die Betreuung von gehörlosen erwachsenen Betreuerinnen und Betreuern neue Rollenbilder. Der Kommunikation in Gebärdensprache und dem Kennenlernen der Gehörlosenkultur wird ein wesentlicher Stellenwert eingeräumt. Aber auch Spiel und Spaß kommen nicht zu kurz.

 

Petra Wimmer

 

Wimmer (Foto Land OÖ/Liedl)Sieben Kinder haben sich gemeinsam mit Petra Wimmer eine Geschichte über die Entstehung und Bedeutung der Kinderrechte ausgedacht und mit den selbstgebastelten Handpuppen nachgespielt. Die Mömels sind kleine Handpuppen, die in Mathildas Schultasche leben. Mathilda muss als Hausübung eine Geschichte über Kinderrechte schreiben. Die Mömels wollen aber, dass Mathilda eine Geschichte über sie schreibt. Mathilda erzählt ihnen dann über die Kinderrechte und wie sie entstanden sind. Mathilda und die Mömels erleben gemeinsam tolle Abenteuer, in denen immer verschiedene Kinderrechte vorkommen. Die einzelnen Szenen sind in einem mit Fotos gestalteten Buch genau beschrieben und können gut nachgespielt werden.

 

Anerkennungspreise

Volkshilfe OÖ, Jugendwohnhaus Gallspach

Volkshilfe OÖ (Foto Land OÖ/Liedl)In dem Jugendwohnhaus der Volkshilfe OÖ in Gallspach sind derzeit 36 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht. Die Psychologin der Einrichtung, Mag.a Adela Michaela Perte und vier männlichen Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, haben sich eingehend mit Kinderrechten auseinander gesetzt. Für die Jugendlichen war es anfangs unglaublich, dass es eine Kinderrechtskonvention mit eigenen Rechten für Kinder gibt. „Egal wo wir her kommen, wir sind alle Kinder“. Als Symbol dafür malten die Jugendlichen Fahnen auf. Der Schirm symbolisiert den Schutz, den die Kinder brauchen. Die Tauben sind Zeichen für den Frieden und die drei Wörter „Bildung, Vertrauen und Geborgenheit“ sollen den Jugendlichen helfen, sich so gut wie möglich zu entwickeln.

 

Jugendtreff Tornado der Stadt Wels

 

Jugendtreff Tornado (Foto Land OÖ/Liedl)In dem Video "Einst und heute! (Un)Erlaubter Besuch!" werden von Jugendlichen zwei Szenen dargestellt. In der ersten Szene ist zu sehen, dass die Kinder nicht mitbestimmen durften, wer nicht gehorchte, bekam eine Ohrfeige. Dass die Erziehungsmethoden heute anders sind, zeigt die zweite Szene. Die Kinder haben Mitspracherechte, bekommen Aufmerksamkeit und Unterstützung der Eltern, der Schule und von verschiedenen Einrichtungen. Die Gruppe im Jugendtreff stellte auch die Frage: „Was brauchen Kinder heute?“ Ihre Antwort: „Zuwendung, mehr Zeit, Verständnis und Rechte auf Beteiligung und Mitbestimmung“.